Es begann so: einmal fand ich eine Rose an der Windschutzscheibe meines Autos.
Eine rote Rose. Sie klemmte hinter dem Scheibenwischer.
Kein Zettel dabei, keine Nachricht, kein Absender.
Ich war beflügelt, in Gedanken bei einem heimlichen Verehrer oder einem gewitzten Freund,
bei einem begeisterten Blumenliebhaber oder einem, der einfach nur seine Rose weiter geben wollte.
Mit einem Lächeln schwebte ich durch den Tag.
Heute werde ich Rosen kaufen.
Und sie hinter die Scheibenwischer einiger Autos klemmen.
Oder ein paar Grußkarten in Briefkästen verteilen.
Vielleicht auch einen kleinen Osterkranz an die Tür meiner Nachbarn hängen.
Und dann werde ich mir vorstellen, dass der eine oder die andere überrascht ist.
Sich freut und gute Laune bekommt.
Weil jemand an ihn gedacht hat.
Weil sie so lange keine Grußkarte mehr bekommen hat.
Oder den Tag ganz vergessen hatte.













